Yu Jun :: Chinese Zheng Soloist

Das Zheng

Das Zheng*) ist eins der klassischen chinesischen Instrumente. Es besteht aus einem großen hölzernen Klangkörper, über den Saiten über bewegliche Stege gespannt sind. Durch Verschieben der Stege lässt sich das Instrument stimmen – anders als bei den meisten Zupfinstrumenten, bei denen sich die Stege/Bünde in einer festen Position befinden.

Zheng

Das Zheng tauchte zum ersten Mal um 500 v.Chr., während der Periode der "Streitenden Reiche" auf. Der elegante Klang und die differenzierten Ausdrucksmöglichkeiten machten das Zheng zu einem wichtigen Eckpfeiler der klassischen chinesischen Musikwelt.

Zuerst 5-saitig, in der Tang Dynastie (um 618 bis 900 n. Chr.) 13-saitig, erweiterte man es auf heute bis zu 25 Saiten. Durch weitere, in den 50er und 60er Jahren erfolgten, Konstuktionsverbesserungen lässt sich das Zheng heute auch für moderne und Orchestermusik verwenden. Die klassische chinesische Musik hingegen baut auf Pentatonik (Fünf-Ton-Musik) auf, Kompositionen aus jener Zeit unterliegen daher entsprechenden Einschränkungen. Musik in Dur-Moll-Tonalität, wie in Europa üblich, ließ sich auf alten chinesischen Instrumenten kaum realisieren.

Durch Konstruktionsverbesserungen in den 50er und 60er Jahren lässt sich das Zheng heute auch für moderne und Orchestermusik verwenden. Junge chinesische Komponisten setzen das Instrument ganz bewusst für ihre modernen Stücke ein. Eine besondere Spezialität Yu Juns, die ein 21-saitiges Instrument besitzt, sind ihre in Dänemark begonnenen gelegentlichen Ausflüge in den Jazz, z.B. mit dem "New Jungle Orchestra" mit dem Sie auf diversen Festivals ihr Publikum begeisterte.

*) 古箏, Gesprochen: gǔzhēng. In Japan ist eine Abwandlung des Zheng als Koto bekannt.


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